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Unsere Spargelkönigin 2019 ist auch die Spargelkönigin von diesem Jahr, allerdings ohne Auftritte - außer für dieses Foto.

Es hat ein bisschen gedauert, bis Daniela zufrieden war.

Liebe Leserinnen und Leser, wann sind Sie im April mal in den Regen gekommen? Wahrscheinlich sehr selten, wenn überhaupt; die Niederschlagsmengen im April waren verschwindend gering. Die Felder sind ordentlich trocken; wir bewässern bereits. Hinzu kam der über lange Zeit recht starke Wind. Das waren echte Herausforderungen für unseren Gemüseanbau. Hoffen wir mal auf mehr Wasser im Mai.
 
Wir freuen uns auf den Wonnemonat. Wir stecken mitten in der Ernte und im Mai bringen wir ganz viel in den Boden. Der Spargel ist seit April schon da, und nun kommen die Erdbeeren - wie gewohnt erst in kleinen Mengen, bis es Mitte Mai richtig losgeht. Was wir gerade ernten und was wir erwarten, das lesen Sie in diesem Newsletter.

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns weiterhin auf zweierlei Arten. Zum Ersten haben wir viel zu tun im Verkauf. Die Nachfrage nach Gemüse ist deutlich gestiegen. Wir sind froh, dass wir den Anforderungen fast ausnahmslos gerecht werden konnten. Zum Zweiten verlangt uns der Schutz vor den Viren viel Organisation und Änderung im Verhalten ab. Ständig gibt es neue Regeln. Neuigkeiten wollen kommuniziert werden. Gerüchte müssen auf Ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft werden. Corona bestimmt unser aller Alltag und auch unsere Feste. Ostern mit großer Familie ist ausgefallen. So auch Bornheims "Frühlingserwachen" - das beliebte Fest der Höfe und Kulturstätten zum Saisonbeginn.



Wenn Sie lesen möchten, was auf unserem Hof gerade so los ist: dies sind die Themen:
  1. Corona - was wir im Laden machen und auf dem Markt
  2. Wein des Monats Mai - vorgestellt von Elke Meyer
  3. Pfingstrosen
  4. Neue Gäste im Café unter den Birnbäumen
  5. Mai - viel los auf den Feldern
  6. Kirschen und Pflaumen ohne Würmer - so geht das
  7. Unsere Helfer aus Rumänien
  8. Burschs Spargel
  9. Biologisch abbaubare, hauchdünne Mulchfolie
  10. Das Hofcafé hat zu - was wir gegen Kurzarbeit machen
  11. Die Führungen sind bis zu den Sommerferien abgesagt
  12. Blühstreifen - nicht nur eine Bienenweide...

Corona - was wir im Laden machen und auf dem Markt

Marvin, die stellvertretende Ladenleitung, merkt nicht einmal mehr, wenn er die Maske anhat.

Seit Ende April gilt das Gegenteil des Vermummungsverbotes - das Vermummungsgebot. Sie sind nun verpflichtet, beim Einkaufen in unserem Laden und auf unseren Märkten eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Es gibt tatsächlich viele widersprüchliche Meinungen dazu. Virologen untereinander sind sich bereits uneins. Wenn die Maskenpflicht uns etwas sicher bringt, dann ist es die Tatsache, dass wir uns der Pandemie bewusst sind, sobald wir die Maske aufsetzen.

Wir versuchen mit vielen Mitteln im Laden, eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. Dazu gehören eine Händewaschmöglichkeit vor dem Laden, Spuckschutz an Kassen und Bedientheken, Barrieren zum Abstand halten und auf dem Fußboden aufgeklebte Abstandszeichen. Schließlich lassen wir Sie bei hohem Kundenaufkommen nur dann in den Laden, wenn vorher jemand den Laden verlassen hat.

Wir hoffen, Ihnen auf diese Weise zu ermöglichen, weiter bei uns einkaufen zu können. An die Schlangen haben wir uns ja fast schon gewöhnt. Wussten Sie eigentlich schon: Sie sind mit Abstand unsere besten Kunden!

Das gilt auch auf den Märkten. Hier haben wir ebenfalls viele Vorkehrungen getroffen, den Betrieb mit möglichst wenig Reibung aufrecht zu erhalten. Bodenmarkierungen, Ablegestellen für Ihre Einkaufstaschen und Kartenlesegeräte zum bargeldlosen Zahlen sind Hilfen, uns und Sie vor Ansteckung zu schützen.
Unweigerlich kommt es auf den Märkten zu langen Schlangen. Wenn es Ihnen möglich ist, kommen sie nicht direkt zu Marktbeginn einkaufen. Wir haben festgestellt, dass gerade um die Mittagszeit (insbesondere auf unseren langen Märkten) die Lage deutlich entspannter ist.

Zum Schluss sei auf den kongenialen Auftritt von Herrn Vic Dorn hingewiesen. Auch dabei geht es um eine Maske. Klicken Sie hier. Viel Spaß!

Wein des Monats Mai - vorgestellt von Elke Meyer


„LIV“ Vinho Verde DOC 2019, A&D Wines, BAIAO, PORTUGAL Region „VINHO“
Liebe Weinfreunde und die es noch werden wollen,

auf der letzten Biofach gab es einige Wein-Schätzchen, die kennengelernt werden wollten. Unter dem Motto "Alles neu macht der Mai!" stellen wir Ihnen den ersten Portugiesen in unserem Weinsortiment vor.

Dazu reisen wir in Gedanken in dieses Land im Süden Europas. "Vinho Verde" heißt wörtlich übersetzt "Grüner Wein"; nicht wegen der Farbe, sondern aufgrund der jugendlichen Frische, die verspielt, leicht und mit Aromen von frischem Obst daherkommt – sehr anregend!
Die Rebsorten AVESSO und ARINTO sind nur dort zu finden. Als junger trockener Wein sollte er innerhalb eines Jahres getrunken sein. Er passt kühl genossen (8 – 10° C) zu Spargel, Frühlings-Gemüsepfannen, Fischgerichten und weißem, gegrilltem Fleisch.

Genießen Sie den "Vinho Verde" als perfekten Sommerbegleiter.

Zum Wohl!

Ihre Elke Meyer, Weinspezialistin im Hofladen

Pfingstrosen

Ganz streng genommen ist ein Gemüsebetrieb eine Gartenbaubetrieb. Insofern passen die Pfingstrosen, die wir Ihnen im Mai neu anbieten, gut zu uns.

Der Reihe nach.
Wir haben letztes Jahr ein neues Feld mit bisher konventionell angebauten Pfingstrosen gekauft. Seit das Feld uns gehört, wurden die Pfingstrosen - es sind mehrjährige Kulturen - nicht mehr gespritzt oder chemisch gedüngt. Dennoch gelten sie dieses Jahr noch als konventionelle Rosen. Weil wir es zu schade finden, die Pfingstrosen auf den Müll zu schmeißen und es sich bei ihnen nicht um Lebensmittel handelt, werden wir dieses Jahr zum ersten Mal Pfingstrosen anbieten; klar deklariert als konventionelle Blumen.
Nächstes Jahr dürfen wir sie als EG-Bio-Blumen verkaufen. Erst 2022 werden sie die Aufschrift Demeter tragen dürfen. Wir wünschen Ihnen viel Farbe mit den neuen Pfingstrosen.

Neue Gäste im Café unter den Birnbäumen

Jede Krise hat ihre Chancen. Oder: Wenn eine Tür zu geht, geht eine andere Tür auf. Bei uns ist die Tür aus dem Hofladen in den Außenbereich Corona bedingt zugefallen. Im Gegenzug öffnete sich die Tür von unseren Tieren ins Gartencafé unter den Birnbäumen. Die Gänse gehen gemächlich spazieren, die Ziegen grasen gemütlich unter den Tischen. Die Tiere genießen sichtlich die sonnige Ruhe. Trotzdem warten wir darauf, dass auch Sie wieder unseren Garten genießen können. Mal sehen, wann wir öffnen. Solange freuen sich die Tiere über ihre Spaziergänge.
"Kann mir mal jemand auf die Schaukel helfen?"

Mai - viel los auf den Feldern

Das Grün der roten Bete, göttlich zum Dünsten

Der Mai ist traditionell ein sehr arbeitsreicher Monat. Der Frost ist aller Wahrscheinlichkeit nach durch. Wir stecken voll in der Ernte. Täglich wird sie vielfältiger und mehr. Jetzt ist auch Pflanzsaison für das Herbst- und Wintergemüse. Auf manchen Feldern steht noch Gründüngung, die in den Boden eingearbeitet werden will. Die vielen Tomaten- und Paprikapflanzen werden gepflanzt...wir haben Arbeit satt.
Damit Sie sich gezielt freuen können über das, was da ist und auf das, was da kommt, hat Orhan Güven (unser Chef in der Landwirtschaft) einen Blick in seinen Anbaukalender werfen lassen.
  • Zurzeit sind aus eigener Ernte Rucola, Spinat, Rübstiel, Radieschen, Rhabarber, Mairübchen, krause Salate, Pak Choi, Kohlrabi, rote Bete, erste Kräuter und - ganz wichtig - der Spargel.
  • Oft verkaufen wir Gemüse mit Grün, bzw. im Bund. Nutzen Sie dieses Angebot und verwerten Sie die Blätter. Das Grün der Roten Bete und das der Mairübchen lassen sich hervorragend kochen bzw. dünsten. Mit Zwiebeln und Olivenöl wird dieses Grün zu einem Gedicht von Gericht. Es ist so lecker; werfen Sie es nicht weg.
  • Ab Mitte Mai soll es Erdbeeren geben. Natürlich werden die Mengen anfangs gering ausfallen, aber je nach Wetter kann sich das ganz schnell ändern. Und wo wir schon bei Beeren sind (eigentlich sind Erdbeeren keine Beeren, aber das ignorieren wir einfach): Mit etwas Glück werden wir bereits Ende Mai die ersten Himbeeren anbieten können. Bis Ende Mai wird auch die Vielfältigkeit der Kräuter größer sein.
  • Der Mai dieses Jahres unterscheidet sich kräftig von denen der vergangenen Jahre auf unserem Hof. Erstmalig wird bei uns Ingwer angebaut. Wir haben peruanischen Ingwer zum Keimen an unsere Partnerfirma Wunderlich gegeben. Anfang Mai kommen die Keimlinge und werden in ein Gewächshaus gesetzt. Dasselbe geschieht mit Curcuma. Wir wollen gerne ausprobieren, ob diese beiden Pflanzen bei uns wachsen und erntereif werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
  • Die Schlangengurken haben wir schon Mitte April gepflanzt. Mit der ersten Ernte rechnen wir tatsächlich schon Mitte Mai.
  • Einen allerersten Versuch starten wir auch mit den Bataten, also den Süßkartoffeln. Mal sehen, wie "die Süßen" bei uns gedeihen. Auch dazu werden Sie hier im Newsletter informiert.
  • Verschiedene Tomaten werden wir auch wieder anpflanzen. Neben den Klassikern und Burschs Bester werden wir wieder die Berner Rose, die Ochsenherztomate und die letztes Jahr gestartete German Gold anbauen. Neu dazu kommt eine weitere Fleischtomate: die Ananastomate. Wir haben sie letztes Jahr auf einem anderen Demeterhof kennengelernt und wollen es mal mit ihr versuchen. Wer weiß, vielleicht ist dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Wenn ja, wird diese Tomate umbenannt: Burschs Casablanca.
Pak Choi, der würzige Senfkohl für den Wok

Kirschen und Pflaumen ohne Würmer - so geht das

In dem Bild sehen Sie unsere Pflaumenbäume und Kirschbäume.

Was Sie in Kirschen und Pflaumen nicht haben möchten, sind Würmer. Aber wie geht das unter Demeter-Bedingungen, wenn selbst die bekannten Gelbkarten in den Bäumen untersagt sind. Sehr effektiv sind Vliese, die unter die Bäume gebracht werden. Sie werden großflächig und lückenlos um die Baumstämme ausgelegt und an ihnen befestigt.
Die Vliese - ausgelegt vor der Blüte - verhindern, dass Fliegen aus dem Boden in die Bäume gelangen. Gleichzeitig halten sie - zur Erntezeit -Würmer davon ab, in den Boden zu gelangen. Dieses System ist recht erfolgreich. Im Laufe der Jahre wird die Ernte immer besser, weil der Schädlingsdruck permanent sinkt.

Unsere Helfer aus Rumänien

Daniel Gramada aus Rumänien mit unserem Landwirtschaftschef Orhan

Handarbeit auf unseren Feldern

Seit mehr als 55 Jahren baut der Biohof Bursch Obst und Gemüse im Vorgebirge an. Bursch ist ein Familienbetrieb mit oftmals langjährig beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind ein Demeter Gemüse Hof mit mehr als 60 Kulturen auf 50 ha. Bei der Bewirtschaftung fallen viele Tätigkeiten an: Bodenvorbereitung, sähen, pflanzen, hacken und pflegen, bewässern, Beikräuter entfernen, Ackerstücke mit Vlies abdecken – wieder aufdecken, ernten, waschen und schließlich für den Verkauf vorbereiten.

Für die Ernte brauchen wir die Hilfe vieler Hände.

Damit frisches Gemüse in den Hofladen und auf die Wochenmärkte gelangen kann, braucht es viele Hände zu unterschiedlichen Saisonzeiten. Wir arbeiten das ganze Jahr über mit einem festen Mitarbeiter*innenstamm von ca. 10 - 12 Personen aus mindestens 4 Nationen (Türkei, Rumänien, Polen, Bangladesch). Hinzu kommen dann ab Februar/März 3-5 Personen (meistens aus Rumänien). Im April ernten wir bereits über 15 verschieden Gemüsesorten, und dafür brauchen wir nochmals 10 Personen. Mitte Mai beginnt die Erdbeerernte, für die wir zusätzlich 5 Erntehelfer benötigen. Auch diese kommen aus Rumänien zu uns.

Unsere Fachkräfte aus Rumänien

Für den Gemüseanbau benötigen wir Fachkräfte. Mit unseren rumänischen Fachkräften arbeiten wir bereits seit vielen Jahren zusammen. Meistens sind es Familien mit Verwandten aus einem oder zwei Dörfern. Wir legen sehr viel Wert auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Erntehelfern. Denn gerade die Kontinuität garantiert uns eine sorgfältige Arbeit im Bio-Gemüseanbau. Diese Sorgfalt wird auch dadurch gewährleistet, dass bei uns niemand im Akkord arbeitet. Akkordarbeit wäre nicht möglich, da die große Vielfalt der Pflanzenkulturen täglich eine Vielzahl verschiedener Tätigkeiten erfordert. Niemand erntet den ganzen Tag Spargel oder Salat.

Wir schließen nur mittel- bis langfristige Verträge ab.

Die Verträge mit unseren landwirtschaftlichen Mitarbeiter*innen können über einen Zeitraum von 6 bis 11 Monaten abgeschlossen werden. Unsere Fachkräfte sind alle sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Wir arbeiten nicht mit kurzfristigen Beschäftigungen. Die Erntehelfer*innen leben in einem separaten Trakt auf dem Hof in Einzel-, Zweibett- oder Dreibettzimmern. Ihnen stehen dort Sanitäranlagen, eine ausgestattete Küche für die Selbstverpflegung und Aufenthaltsräume zur Verfügung.
Wegen der Corona-Pandemie war lange Zeit nicht klar, ob es zu Ernteausfällen aufgrund von Erntehelfermangel kommen würde. Umso mehr freuen wir uns nun, dass auch unsere Leute dank der Sonderregel für Erntehelfer einreisen durften.

Hilfe aus der Umgebung beim Spargel

Neben den Saisonarbeitern aus Rumänien helfen uns derzeit auch Menschen hier aus Bornheim und Umgebung. Sie arbeiten z.B. an der Spargelsortiermaschine. So können sie ihr Kurzarbeitergeld aufstocken.
Immer wieder werden Angebote zur Mithilfe von Kund*innen und Arbeitssuchenden der Umgebung an uns herangetragen. Wie es aussieht, sind wir ab jetzt gut mit Arbeitskräften versorgt. Wir danken allen, die sich bei uns gemeldet und ihre Hilfe angeboten haben.

Burschs Spargel

Ja, das ist Spargel. Genau gesagt sind es die Wurzeln vom Spargel. Sie werden einen guten halben Meter tief in die Erde gepflanzt, und dann bleiben sie dort acht Jahre. Im ersten Jahr darf der Spargel einfach wachsen. Im zweiten Jahr wird er ein wenig gestochen. Ab dem dritten Jahr wird er dann voll geerntet. 
Die Folien auf diesem Bild sind keine Mulchfolien (s.u.), sondern feste Folien mit einer schwarzen und einer weißen Seite. Solange wir jeden Sonnenstrahl einsammeln wollen, um die Erde zu wärmen, zeigt die schwarze Seite nach oben. Wenn es ab Ende Mai zu warm wird, drehen wir die Folien mit der weißen Seite nach oben, damit es im Erdwall nicht zu warm wird. So oder so dienen die Folien dazu, dass die Wälle nicht durch Regen, Wind und Wetter abgetragen werden. 
Möglichst tief muss der weiße Spargel gestochen werden. Das braucht Übung, einen gesunden Rücken und viel Fingerspitzengefühl. Die Spargelstecher müssen vorsichtig vorgehen, um nicht nachwachsende Sprossen zu beschädigen. So kann Tage später an ein und der selben Stelle wieder geerntet werden.
Nach der Ernte ist die Arbeit nicht vorbei. Um die aber möglichst effektiv und rückenschonend zu halten, lassen wir den Spargel an der Sortiermaschine automatisch sortieren und auf Länge schneiden. Von Hand wird der Spargel dann noch in die Kisten gelegt um ihn gut kühlen zu können. Und schon geht es ab auf den Markt und in den Hofladen.

Biologisch abbaubare, hauchdünne Mulchfolie

In diesem Jahr starten wir den Versuch, mit biologisch abbaubarer Mulchfolie zu arbeiten. Die Folie wird beim Anbau von grünem Spargel eingesetzt. Der Spargel, der aus dem Wall herauswächst, stößt durch die Folie ans Licht. Dort wird er grün und wir können ihn ernten. (Solange der Spargel in der Erde ist, bleibt er weiß.)
Folien beim Anbau von grünem Spargel haben manche Vorteile. Die Spargelfolie ist schwarz und erwärmt bei Sonneneinstrahlung die Erde darunter, was das Wachstum des Spargels fördert. Die Folie hält den Regen vom Damm fern. Das verhindert die Bodenerosion. Außer dem Spargel können keine anderen Pflanzen die Folie durchstoßen; sie sind dafür nicht stark genug. So können wir kontinuierlich ernten, ohne zwischenzeitlich Beikraut zu bekämpfen.

Durch die biologische Abbaubarkeit können wir die Folie am Ende der Saison in den Boden einarbeiten, wo sie abgebaut wird. Wie gut die Folie abgebaut wird, hängt maßgeblich von der Menge und Qualität der Mikroorganismen im Boden ab. Unser Boden ist auch diesbezüglich besonders gut, denn Gründüngung, der Verzicht von chemischen Mitteln und die schonende Bodenbearbeitung sorgen für sehr gutes Bodenleben.

Also mal sehen, wie es klappt mit den Mulchfolien. Wir werden berichten. 

Übrigens. Wussten Sie, dass Spargel 10 cm am Tag wächst?

Das Hofcafé hat zu - was wir gegen Kurzarbeit machen

Der Mittagstisch in unserem Hofcafé ist ausgesetzt. Solange wir keine warmen Speisen im Hofcafé servieren können, beschränken wir uns auf verschiedenste Salate, die Sie in ökologischen Verpackungen mit nach Hause nehmen können. Unsere Köche und das Personal in der Küche sind dennoch auf dem Hof. Was ist - über die Zubereitung der Salate hinaus - deren Arbeit in dieser Zeit?

Jede Krise hat ihre Chance. Dieser Satz von weiter oben gilt auch hier.
In der Hofküche werden derzeit vermehrt Suppen eingekocht, und es ist auch Zeit da für etwas ganz anderes. Wir haben Zeit zum Probieren.

Eine der neuen Ideen ist eingekochter Spargel süß-sauer. Mehrer Versuchsreihen sind dabei entstanden, und so manche Ergebnisse duften wir Mitarbeiter*innen vom Hof testen. Heinz Bursch, unser Chef, hat bestimmte Vorstellungen. Soviel sei verraten: die Köche sind nah dran, seinen Geschmack zu treffen.
So sind auch schon Rote Bete süß-sauer, grünes Koriander-Curry, Wirsing in Salzlake und eine scharfe Harissa enstanden.

Wir nutzen die Krise als Chance. Irgendwann sind Sie die Nutznießer. Sie dürfen gespannt sein.  

Die Führungen sind bis zu den Sommerferien abgesagt

Da hängt er, der Hut von Lothar Tolksdorf, der die Führungen auf unserem Hof zu verantworten hat. Und was macht er jetzt? Er (der Autor dieser Zeilen und des gesamten Newsletters - also ich) sitzt in der Holzhütte, die hinter dem Hut zu sehen ist, und schreibt. Oder er arbeitet im Hofladen, oder er fährt auf den Markt, oder, oder, oder. Und das alles, solange es keine Führungen gibt.

Sobald wir absehen können, dass Führungen definitiv wieder über den Hof und die Felder gehen können, informieren wir Sie. Wenn Sie für die Zeit nach den Sommerferien schon einen Termin vereinbaren wollen, schreiben Sie unter öffentlichkeitsarbeit@biohof-bursch.de, und Sie bekommen alsbald Antwort und einen Termin - unter Vorbehalt natürlich.

Ich würde mich freuen, Ihnen bald wieder unseren Hof zeigen zu können.


Blühstreifen - nicht nur eine Bienenweide...

... sondern auch eine Augenweide. Das ist allerdings zweitrangig. Was Blühstreifen sind und warum wir sie "anbauen", will erklärt sein.

Blühstreifen sind etwa 1,50 Meter breite Streifen auf dem Acker, die nicht mit Gemüse bepflanzt werden, sondern in die eine Saat von verschiedensten Blumen eingebracht werden. Diese Saatmischung ist so zusammengestellt, dass über das Jahr immer wieder frische Blumen oder andere blütentragende Gewächse emporkommen. Das soll so sein, damit sich in diesen Streifen Schädlinge niederlassen. Die Natur sorgt von selbst dafür, dass sich alsbald entsprechende Gegenspieler in den Blühstreifen einfinden, nämlich die Nützlinge. Wenn z.B. Läuse im Blühstreifen heranwachsen, dauert es nicht lange, bis sich auch Marienkäfer dort finden lassen. So entsteht ein natürliches Gleichgewicht mitten in unseren kultivierten Feldern; ein Gleichgewicht von Schädlingen und Nützlingen. Wenn nun die Schädlinge auf unsere Kulturpflanzen übergehen, sind die Nützlinge sofort zur Stelle, um Einhalt zu gebieten.

Akrobatik ist nötig, um die Maschine richtig einzustellen.
Darüber hinaus sorgen die Blühstreifen für größere Artenvielfalt der Insekten. Sie verhindern die Bodenerosion und dienen eben den Bienen als Nahrungsquelle. Zu guter Letzt sehen sie einfach wunderbar aus. Blühstreifen sind so Garant für eine Kulturlandschaft.

Übrigens. Wir beziehen unsere Saat für die Blühstreifen von den Bingenheimer Saatgut AG. Wenn Sie auf der Suche nach Demeter Samen sind, hier finden Sie sie. 

Schon mal in unserem Hofladen eingekauft?

Dort haben wir neben unserem selbst angebauten Gemüse und Obst nämlich ein ganzes Sortiment an Naturkostwaren. Also alles, was das Herz an biologisch erzeugten Lebensmittel begehrt! Schau’n Sie doch mal rein!




Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Bio Bursch GmbH & Co. KG
Weidenpeschenweg 31
53332 Bornheim-Waldorf
Deutschland

Tel. 02227-91990
Mail info@biohof-bursch.de
Web www.biohof-bursch.de

Unternehmenssitz: Bornheim-Waldorf
Handelsregister beim Amtsgericht: Bonn
Handelsregisternummer: HRA 9045
USt-IdNr.: DE 316 770 985 Finanzamt: Sankt Augustin  

Persönlich haftende Gesellschafterin: Bio Bursch Verwaltung GmbH
Sitz: Bornheim-Waldorf
Handelsregister beim Amtsgericht: Bonn
Handelsregisternummer: HRB 23439
Geschäftsführer: Heinz Bursch

EG Öko-Kontrollnummer: DE-ÖKO-006
Demeter Betriebs-Nummer: 10372